Um so mehr freuen wir uns, als wir an der Grenze zu Kroatien endlich wieder auf Sonne stoßen.



Wir nehmen die Küstenstraße. Überall tauchen kleine Orte auf.

An einem machen wir halt: Senj. Die älteste Stadt der oberen Adria. Hier finden wir einen netten Parkplatz direkt am Hafen. Wir besichtigen die Festung Nehaj. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick auf die gesamte Stadt und die Bucht....


Im Inneren der Burg


Blick auf Senj


Parkplatz Senj Hafen

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Da wir hier nicht übernachten können, fahren wir weiter, und machen einen Stop an einem kleinen Ort und finden einen (nicht offiziellen) Parkplatz direkt am Wasser. Hier zeigt sich das größte Manko Kroatiens: Kies- und Steinstrand. Und damit die hohe Wahrscheinlichkeit, auf Seeigel zu treffen. Das heißt konkret: den Rest des Urlaubs nur noch mit „Badeschuhen“ ins Wasser (die Kroaten scheinen das Problem zu kennen, so dass es die lustigen Schuhe fast überall zu kaufen gibt!).

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Am nächsten Tag kommen wir in Split an. In der Stadt machen wir einen kleinen Zwischenstop bevor es mit der Fähre zur Insel Brac (Ort Supetar) geht. Die Stadt ist groß und laut, in den Straßen ist es dreckig, riesige Wohnblocks tun sich auf, ganze Häuserkomplexe stehen leer, ziemlich heruntergekommen sieht es hier aus. Angeblich soll die Altstadt sehr schön sein. Wir entscheiden uns aber, schnell die Fährfahrt anzutreten.



Split vom Hafen aus

In Supetar angekommen geht es einmal quer über die Insel – denn auf der anderen Seite liegt Bol.

Nachdem wir eine Runde bis zum Meer gefahren sind, und merken, dass man hier definitiv nicht mit dem Womo stehen kann, entscheiden wir uns, den Campingplatz etwas weiter weg vom Strand zu nehmen: Camp Kito. Angeblich der größte Campingplatz in Bol, dennoch mit ca. 50 Plätzen überschaubar und gemütlich. Bis zum Meer sind es ca. 500m, bis zum Ortszentrum geschätzt 800m. Von unserem Platz haben wir sogar (entfernten) Blick auf’s Meer. Ein Großteil des Platzes ist mit Reben überdeckt, was sehr nett aussieht. Die Waschräume sind zwecksmäßig, zudem gibt es ein wirklich schönes kleines Restaurant.




Der alte Kito an der Einfahrt des Platzes


Das Restaurant des Campingplatzes

Der Stadtkern von Bol: ein wirklich schöner Ort, der alte Stadtkern liegt direkt am Wasser. Zudem älteste Stadt an der Küste der Insel Brac.
 


Blick auf Bol



An der Uferpromenade gibt es einige Restaurants. Speisen (fast) direkt am Wasser...
 

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Eine Besonderheit von Bol: der Strand "Zlatni Rat" (das goldene Horn). Seine weiße Spitze (feiner Kiesel) erstreckt sich 500 m ins Blau des Meeres, je nach Wind und Wellen zeigt die "Zunge" mal auf die eine, mal auf die andere Seite.
 


Das goldene Horn


Herrliche Aussichten hat man bei einem kleinen Ausflug in die Berge
(über Bol erhebt sich die Gebirgskette Bolska Kruna mit dem Berg Vidova Gora (778 m) - dem höchsten Berg der adriatischen Inseln)


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Nach 3 Tagen verlassen wir die Insel Brac wieder. Mit der Fähre geht es wieder nach Split, und dann arbeiten wir uns weiter Richtung Süden vor.

Traum eines Womo-Fahrers: stehen direkt am Wasser (irgendwo auf dem Festland)

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Wir fahren bis Ploce, ein kleiner Ort im Niemandsland, und setzen von dort mit der Fähre nach Peljesac über. Dort überqueren wir die Insel und fahren bis zum kleinen Örtchen Viganj. Wir finden direkt einen netten Platz (fast) direkt am Strand: Autocampingplatz "Maestral Camping" in Viganj - einfach, gut, fast direkt am Wasser (nur durch eine Straße vom Meer getrennt).

In der Umgebung gibt es nur einen kleinen Supermarkt, zum nächsten Ort sind es einige Kilometer mit dem Roller. Mit dem geht es auch in die Berge. Von hier hat man einen super Ausblick auf die Inseln und Buchten.


Auf dem Campingplatz

 

 

Einen Tag fahren wir mit dem Roller in das einige Kilometer entfernte Orebic, und machen einen Ausflug mit dem Boot nach Korcula. Die "Grüne Insel" Dalmatiens. Die Altstadt ist wirklich schön.
 

 


Das (angebliche) Geburtshaus Marco Polos

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Wieder auf das Festland geht es weiter zu unserem südlichsten Ziel, nach Dubrovnik.

Dubrovnik ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Wir lassen unser Womo etwas außerhalb auf einem großen Parkplatz und fahren mit dem Roller ins Zentrum. Geparkt wird vor der alten Stadtmauer, denn ins Zentrum geht es nur zu Fuß (die Altstadt ist autofrei).

Durch eine der schmalen Gassen gelangt man direkt auf den Stradun, die größte Hauptstraße der Altstadt, die die beiden Stadttore miteinander verbindet. Die Altstadt ist sehr gepflegt und ordentlich, die Architektur mit den hohen Barockhäusern und der alten Kathedrale wirklich sehenswert. An die Stadtmauer grenzt direkt das Meer.


 

 


Die "Perle der Adria" von oben

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Wir treten unseren Rückweg Richtung Norden an.

Einen Stop machen wir bei den Krker Wasserfällen. Dort angekommen, wird das Womo auf einem Parkplatz abgestellt, und schon geht es mit dem Shuttle-Bus zu den Wasserfällen. Zunächst geht es durch ein dicht bewachsenes Gebiet, mit unzähligen Bachläufen, bis wir zu einem großen Platz kommen, der an einen Wasserfall grenzt, der offensichtlich zum Schwimmen gedacht ist. Schnell die Badesachen angezogen, und rein in die Fluten. Am Ende der Rundtour gibt es noch ein paar Hütten mit Handwerksarbeiten.



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Gegen Ende der Tour wollen wir noch einen kleinen Schlenker über Istrien machen. Wir besichtigen Novigrad, und suchen uns einen Campingplatz nähe Porec (Name leider vergessen). Der Platz ist groß, und liegt direkt am Wasser. Für unsere Verhältnisse etwas zu groß und zu eng.

In Porec schlendern wir ein wenig durch den Hafen. Man merkt sofort, dass Deutschland hier „oben“ schon näher rückt. Der Ort ist unglaublich touristisch und schon ziemlich angepasst (so sehr dass der Kellner im Restaurant deutsch mit einem spricht, was manch einer schön findet, wir jedoch nicht). Wir vermissen schon jetzt den ursprünglichen und schönen Süden Kroatiens.
 


Das wirklich tolle Restaurant irgendwo im Hinterland

Der letzte Sonnenuntergang in Kroatien bevor wir die Heimfahrt antreten.


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UNSER FAZIT FÜR KROATIEN:

Wirklich Schön: Größe und Vielfalt Kroatiens, Gastfreundschaft, insgesamt relativ günstig; der Süden deutlich weniger touristisch als der Norden

Weniger schön: leider keine Sandstrände!

Essen & Trinken: lecker und günstig (vor allem wenn man viel Fleisch und Djuvec-Reis mag!)

Wohnmobiltauglich: frei stehen deutlich besser als in vielen anderen europäischen Ländern (Stand 2005!). Stehen am Wasser (sowohl frei als auch auf den Plätzen) möglich.

 

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Mit dem Wohnmobil nach KROATIEN

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Kroatien ist wirklich eine Reise wert. Unglaublich vielseitig zeigt es sich, und dabei noch deutlich günstiger als viele Nach- barländer. Ein kleines Manko muss in Kauf genommen werden: es gibt eigentlich keine Sandstrände, sondern vorrangig Kies und Steine. Wen das nicht stört, der kann hier viel entdecken.

BolKorculaViganjDubrovnik

TOUR:
Über Österreich, Slovenien, nach Split - mit der Fähre nach Supetar (Insel Brac) - Bol - von Ploce Fähre nach Trpanj auf die Halbinsel Peljesac - Pelješac: Viganj - bei Orebic Boot nach Korcula - Dubrovnik - Krka Wasserfälle - Istrien: Porec

ZEITRAUM:
2 Wochen im September 2005

Die erste große Tour mit unserem Womo. Wir freuen uns auf ein unbekanntes Land, viele neue Erfahrungen, und ganz neue Eindrücke, aus einer Perspektive die wir bisher nicht kannten: die eines Womo-Fahrers.

Der Weg nach Kroatien führt uns durch Österreich. Es regnet in einer Tour. Abseits der Straße, an einer Flußmündung, verbringen wir die Nacht.

Split

Bol

Viganj

Korcula

Dubrovnik

Porec

Dieppe, Nordfrankreich
Füße im Sand, Wissant, Nord-F
Kite in Workum
San Teodoro, Sardinien
Collioure, Südfrankreich
Unser Womo
Port Grimaud, Südfrankreich