Die Nase kurz aus der Tür gesteckt. Die Luft ist im Vergleich zu Deutschland angenehm warm und riecht nach Salz. Die ersten Sonnenstrahlen schieben sich durch die Wolken.

Der Stellplatz ist schön gelegen – direkt an einer Felswand, mit einem Kirchturm (nachts beleuchtet) und Blick auf den Hafen und den Ort (mehr Infos hier).


 

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Blick vom Stellplatz auf Dieppe

 

Nach einem kleinen Frühstück der erste Spaziergang in die alte Hafenstadt, die mit ca. 30.000 Einwohnern weder zu groß noch zu klein ist.



Einmal um das Hafenbecken herum, über die Brücke in den alten Ortskern.



Am Hafenrand stehen morgens die Fischer und verkaufen den frischen Fang. Es riecht nach Urlaub!


Heute ist Markt (wie wohl jeden Samstag), der durch die vielen Gassen des Ortes reicht. Frisches Gemüse und Obst, frischer Fisch und allerlei Muscheln, duftende Brathähnchen, unzählige Käsesorten, aber auch Kleidung, Taschen usw.
Sofort fällt wieder die Leichtigkeit und Offenheit der Franzosen auf. Diese Kontaktfreudigkeit und Geselligkeit bemerkt man sowohl in der Stadt, auf dem Markt, aber auch auf den Stellplätzen. Menschen halten ein Pläuschchen, wechseln ein paar Worte, verlieren sich in Gesprächen, tauschen Nettigkeiten aus.



Der Marktplatz

Wir laufen an der kleinen Promenade am Hafen entlang, die mit einigen Restaurants und Bars aufwartet.
 


Es geht zur Strandpromenade. Ebbe. Es zeigt sich ein ewig langer Kieselstrand. Die Promenade ist gepflegt, die Art der Gebäude ist leider weniger ansehnlich.


Angler am Ende der Hafenmole auf dem langen Steg


Blick auf die angrenzende Steilküste


Blick auf die Strand-Promenade

Wir machen einen Abstecher zur alten Festung (beherbergt heute das Stadtmuseum), die über dem Ort tront. Von hier aus hat man einen großartigen Blick über die Dächer der Stadt.


Aufstieg zur Burg

 



Blick auf die gesamte Promenade


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Wieder unten angekommen, schlendern wir noch ein bißchen durch den Ort. Wir entschließen, heute noch hier zu bleiben. Dieppe gefällt uns gut.



Gegen Nachmittag wird es diesig in Dieppe.

Später eine beeindruckendes Spektakel vor der Womo-Tür: ein riesiges Schiff fährt durch den schmalen Hafen, in der Höhe die dahinterliegenden Häuser deutlich überragend!



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Natürlich gehen wir heute noch unserer Lieblingsbeschäftigung nach – auf in den Supermarkt. Je größer, desto besser! Perfekt dass Dieppe einen „E.LECLERC“ hat.
Wir bleiben noch eine Nacht auf dem Stellplatz und genießen den Abend bei einem französischen Wein und mit Blick auf den Ort.



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Am nächsten Tag geht es nach Le Treport. Unser Womo lassen wir auf dem gut beschilderten Womo-Stellplatz. Dieser Stellplatz ist so voll dass wir noch gerade den letzten Platz erwischen. (mehr Infos hier)


Wir zwischen den anderen



 

Blick vom Stellplatz

 

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Wir machen uns auf nach Le Treport „centre ville“.




Entlang an der langen Promenade am Hafen geht es in die Stadt.


Promenade von Le Treport


Wir finden uns direkt auf der langen Promenade des Ortes wieder. Nett sieht es aus, wie die alten Häuser so an den Klippen stehen. Der Tourismus ist natürlich auch hier präsent (deutlich mehr als in Dieppe), an der Promenade reiht sich ein Restaurant an das nächste. Trotzdem bleibt der Ort beschaulich und angenehm. Auch hier tummeln sich die Möwen, wieder der Duft von Fisch und Salz.
 


Blick von Le Treport auf Mers-Les-Bains

Von Strand aus (leider Kiesstrand) ergibt sich der Blick auf "Treport Terasse", der kostenlose Aufzug auf das Hochplateau über Le Treport. Von hier oben bietet sich ein grandioser Blick auf das Umland.


Blick auf den Hafen und Mers-les-Bains


Abstieg zu Fuß und Blick auf Le Treport


Blick auf die Dächer von Le Treport


Wir überqueren das Hafenbecken zu Fuß, nach Mers-les-Bains, das direkt gegenüber von Le Treport liegt.


Frittenbude auf der Promenade vor Mers-les-Bains

 

Dieses Dörfchen ist eine einzige Farbenpracht. Schon an der langen Strandpromenande reihen sich die vielen bunten alten Häuschen aneinander. Jedes ein Kontrast zum nächsten. Von blau, grün, braun, bis zu pink, lila, gelb wurde keine Farbe ausgelassen. Manche sind heruntergekommen, andere wirklich schön restauriert.
Man merkt, dass Nebensaison ist, die meisten Häuser sind komplett verschlossen.

Im Hintergrund zeigen sich die gigantischen Kreidefelsen, was den Ort noch kleiner wirken lässt. Wie auch in Dieppe und Le Treport gibt es hier nur befestigten Kiesstrand. Schade eigentlich...


Promenade von Mers-les-Bains


Häuser in Mers-les-Bains

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Wir entscheiden, hier die Nacht doch nicht zu bleiben, und verlassen den SP noch am gleichen Tag. Es geht nach Saint Valery sur Somme. Wir folgen einem Hinweis aus dem Internet (Parkplatz am Cap Hornu direkt am Meer); direkt an der Durchfahrtsstraße stellen wir fest, dass die Durchfahrt für Womos verboten ist. Wir riskieren trotzdem einen kurzen Blick auf den Platz. Die Bucht ist komplett leer gelaufen, und der Ort scheint nicht in Reichweite – somit entscheiden wir uns (auch aufgrund des Verbots), hier nicht zu bleiben.

In Saint Valery gibt es (wieder einmal) einen gut beschilderten Stellplatz. (mehr Infos hier)

 

 

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Saint Valery zeigt sich deutlich beschaulicher als Le Treport, mit ein paar kleinen Läden, und einer langen Promenade. Es ist nicht ganz so touristisch hier. Auch heute am Sonntag haben viele Läden geöffnet. Wir schlendern die Promenade entlang und einmal durch die Haupteinkaufsstraße, bis zur Kirche St. Martin.


Ein kleiner Bonbon-Laden auf der Promenade von St Valery sur Somme


Es ist Ebbe...


Kirche St. Martin


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Am nächsten Tag hat uns nun leider das schlechte Wetter eingeholt.

Wir entschließen uns, noch einen Abstecher nach Berck zu machen bevor wir den Heimweg antreten.
Weil es in Berck (zumindest laut SP Führer) keinen offiziellen SP gibt, wir aber noch einen Platz für V/E suchen, nutzen wir den SP in Fort Mahon. V/E sind schnell erledigt, noch eine kurze Runde durch den Ort. Auffällig, dass viele der Ort hier gleich aufgebaut sind: eine lange Straße die geradewegs zum Meer führt, mit Restaurants und Geschäften rechts und links, am Meer Ende der Straße mit einem Kreisverkehr. Da der Ort uns nicht weiter begeistert, und der SP im Ortsinneren liegt (also kein Meerblick), fahren wir direkt nach Berck.

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Kurz vor Berck finden wir noch einen „Carrefour“ den wir natürlich für einen letzten Einkauf nutzen!

Wie wir später merken, sind wir in BERCK PLAGE (und nicht in Berck-Ville - kommt wohl davon wenn man immer Richtung Meer fährt :)
Vorbei an ein paar Restaurants und Bars, führt die Hauptstraße auch hier direkt auf das Meer zu. Wir können es kaum glauben, aber es gibt einen großen Parkplatz direkt am Strand, auf dem auch wir noch ganz entspannt einen Platz finden (bei 7,70 m nicht ganz einfach!). Und: wir sehen keine Womo-Verbotsschilder! Ein Hoch auf die Nebensaison!
Eine weitere Überraschung: hier hat es nun endlich wieder Sandstrand, der uns deutlich besser gefällt.


Unser “großes” Womo auf dem Parkplatz am Meer

Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang an der Strandpromenade entlang. Auch hier ist die Architektur weniger schön. Dass wir in einem vorrangig Touristen-bestimmten Ort sind, merkt man schnell, denn fast alle Geschäfte und Restaurants sind geschlossen.


Häuser an der Promenade


Endloser Strand von Berck


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Etwas später geht es schon wieder zurück nach Hause.



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Unser FAZIT:

Die Gegend ist wirklich einen Besuch wert. Und mit 500km für ein langes Wochenende durchaus machbar. Mit Sicherheit war das nicht unsere letzte Tour in diese Gegend!

Wirklich schön: Dieppe und der Stellplatz mit Blick auf den Hafen und den Ort

Nicht so schön: in der Regel Kieselstrand, erst weiter oben wieder Sandstrände

Wohnmobiltauglich: Ja! Überall findet man mit Leichtigkeit nette Stellplätze oder (wer's mag) auch Campingplätze (natürlich auch aufgrund der Nebensaison). Freies Stehen am Strand dafür leider kaum möglich (nicht zuletzt aufgrund der Steilküsten)
 

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Mitten in der Nacht kommen wir in Dieppe an. Der Stellplatz ist einfach zu finden - ohnehin sind hier in dieser Gegend von Frankreich alle Plätze, sei es SP oder CP, gut beschildert. Wir sind erstaunt, dass der Platz doch recht voll ist, für ein normales Wochenende im Februar. Wir ergattern einen Platz in erster Reihe, und haben so noch einen schönen Blick auf die Lichter der Stadt.

Am nächsten Morgen. Wir werden vom lauten Geschrei der Möwen geweckt. Der erste Kaffee im neuen Womo.

Berck-sur-MerDieppeValery-sur-sommeLe Treport

TOUR:
Von Düsseldorf nach Dieppe, Le Treport, Mers-Les-Bains, Saint Valery sur Somme, Berck-sur-Mer

ZEITRAUM:
Ein langes Wochenende im Februar 2009

 

Calais

Le Havre

Dieppe

Le Treport

St-Vallery-sur Somme

Berck

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Mit dem Wohnmobil nach NORDFRANKREICH

- Küste Pas-de-Calais / Picardie / Haute-Normandie -

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In Düsseldorf herrscht närrisches Treiben - es ist Karneval. Da das Wetter bescheiden ist, entfliehen wir dem Treiben und dem Wetter in Richtung Frankreich. Unsere erste Tour mit dem neuen Womo! Wir sind gespannt wo wir mit den gewöhnungsbedürftigen 7,70 m an unsere Grenzen stoßen werden. Wir wollen dieses mal weiter runter (bei der letzten Nord-Frankreich-Tour sind wir nur bis Merlimont) – dieses mal geht es bis Dieppe, und von da auf Erkundungstour. Wie sich heraus stellt, eine großartige Entscheidung! Frankreich verzaubert doch immer wieder auf’s neue! Und auch das neue große Womo findet überall einen Platz.

Dieppe, Nordfrankreich
Füße im Sand, Wissant, Nord-F
Kite in Workum
San Teodoro, Sardinien
Collioure, Südfrankreich
Unser Womo
Port Grimaud, Südfrankreich