Man kommt nicht direkt auf den Strand, kann aber hinter einem Steinwall parken.


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Von unserem Stellplatz aus machen wir einen Ausflug nach GRUISSAN VILLAGE, dem historischen Stadtkern des Ortes. Der Ort (mit gerade mal 4200 Einwohnern) zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Wir finden, zu recht!

Die alten Häuser sind kreisförmig um die alte Burganlage gebaut.
Von der Burg hat man einen schönen Blick über den beschaulichen Ort, den Hafen und das grüne Umland.

Von der Burg steht nur noch die Ruine des Turms, dem Tour Barberousse.
 


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Wieder unten angekommen schlendern wir ein bißchen durch die Gassen. Es gibt einen schönen kleinen Markt auf dem es eine Vielfalt an Köstlichkeiten zu kaufen gibt, aber auch Handwerk, Kleidung etc.

Selbstverständlich nutzen wir die nächste Boulangerie zum Kauf einiger Baguettes. Hach, so stellen wir uns Frankreich vor!

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Bei der Ausfahrt von Gruissan bietet sich noch einmal eine wirklich schönes Panorama auf den Ort.


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Wir verlassen Gruissan und fahren die Küste weiter Richtung Süden.

Ca. 50 km südlich liegt LEUCATE. Wir machen einen kurzen Zwischenstop, denn dieser Ort gilt als einer der Kitespots! Der Ort gefällt uns jedoch gar nicht (Leucate Plage hat vorrangig Neubauten zu bieten), und der Stellplatz ist auch überfüllt. Deshalb geht es - nach einem kurzem Sprung ins Meer - weiter.

Unser nächster Stop: Collioure - an der schönen Cote Vermeille, nur 20km vor der spanischen Grenze. Ein wirkliches Highlight unserer Reise.

Die Kulisse der kleinen Häuser an den Berghängen wirkt fast wie gemalt.


Schöne Promenade von Collioure


Im Hintergrund auf dem Berg Fort Saint-Elme

Das alte Fischerdorf besitzt zwei durch die alte Königsburg getrennte Hafenbuchten.
 

Die malerische Wehrkirche. Der Turm war früher der Leuchtturm.



Die Templerburg im Herzen der Stadt


Ein kleiner Strandabschnitt am Fuße der Burg läd zum Baden ein.
 

Die warme Nachmittagssonne schiebt sich durch die schmalen Gassen der Altstadt.
 


Direkt vor der Burg bieten sich breite Terassen für ein kühles Bier.
 


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Wir nutzen den Campingplatz in der Nähe.



Der Platz ist sehr gepflegt, und treppenförmig über der Steilküste angelegt.





Wir finden einen schönen Platz im hinteren Bereich (nicht direkt am Strand, aber mit Blick auf das Meer).

Der Campingplatz liegt direkt auf einer Anhöhe am Meer. Hier der Blick auf die kleine angrenzende Bucht.



Das Abendessen nehmen wir auf der offenen Terasse des Campingplatz-Restaurants ein. Keine Fünf-Sterne, aber ok. Es gibt Pizza!



Am nächsten Morgen natürlich Frühstück im Freien!


Bei der Ausfahrt vom Campingplatz: Blick auf die im Nebel liegenden Pyrenäen.

Noch schnell Wasser aufgefüllt (vorbildliche Servicestation!)... und weiter gehts.


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Wir nutzen die Gunst der Stunde, und fahren die restlichen Kilometer bis zur spanischen Grenze. Wir steuern die Bucht von Roses an.



Ein kleiner Bummel durch Roses. Dieser Ort ist an Tourismus wohl nur schwer zu überbieten!



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Wir bleiben in San Pere Pescador, weiter südlich in der Bucht von Roses.

Das kleine Bergdorf bietet außer ein paar Gassen wenig - jedoch ein kleines nettes Restaurant, in dem wir gleich zwei Abende hintereinander einkehren.
 


Die Besonderheit: das Restaurant ist zugleich eine Weinstube, in dem sowohl die Gäste als auch Nicht-Gäste in diversen mitgebrachten Flaschen, Kanistern o.ä. den Wein abzapfen. Da müssen auch wir natürlich ran.
 


Eine frisch Gezapfte für unterwegs! :)
 


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Wir quartieren uns auf dem Campingplatz "Aquarius" ein. Der Platz ist übersichtlich und gepflegt, für unser Empfinden schon sehr "geordnet" (genaue Parzellenbegrenzung - wer's mag...).
 


Dafür liegt er direkt am riesigen Sandstrand.
 


Die Bucht ist beliebt bei Wind- und Kitesurfern. Auch wir versuchen unser Glück.
(leider muss Oli mehr "höhe laufen" als gedacht...)
 


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Mit dem Roller geht es in das ca. 20 km entfernte Figueres.
 


Natürlich besuchen wir das Museum Dali.



Das Museum bietet wirklich eine unglaublich umfangreiche Sammlung Dali's Werken. Und bei vielen Kunstwerken fragt man sich, wie verrückt dieser Mann wirklich war!

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Wir entschließen uns, die Küste zu verlassen und die Fahrt Richtung Norden über die Berge anzutreten.


Zurück in Frankreich :)


Eigentlich fahren wir lieber am Meer entlang. Aber hier sind auch die Fahrten im Landesinneren schön: Überall tauchen rechts und links kleine alte Dörfer auf, gerahmt von einem tollen Bergpanorama.
 


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Ca. 270 km später erreichen wir unser Ziel: die Gegend der Tarn-Schlucht gehört zum Cevennen-Nationalpark.
Unser erster Stop: Nant.


Mit unserem kleinen Womo finden wir sogar einen Parkplatz direkt im Zentrum.


Nant zeigt sich sehr verschlafen, fast schon ein wenig ausgestorben. Wir schlendern durch den kleinen Ort. Es gibt 2-3 kleine Cafes. Und die angeblich beste Bäckerei im ganzen Umkreis - die leider geschlossen hat!

Wieder ein Kulisse wie gemalt. Die Patisserie ist sogar geöffnet, ein altes Paar sitzt in der Mitte des kleinen Raumes.

Ein paar Eindrücke...


Die Tasche ist der Briefkasten

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Wir verlassen Nant wieder. 10 km weiter liegt Cantobre.

Schon von weitem wirkt es beeindruckend, wie es da auf dem Hügel tront.



 

Leider gibt es nur eine Parkmöglichkeit unten am Hang. Da wir den Weg nicht laufen wollen (mind. 2-3 Kilometer), suchen wir nach einer Möglichkeit oben am Ort - vergeblich. So parken wir einfach am Straßenrand :)

Der Ort selbst ist wirklich schön, gut erhalten, unglaublich ruhig, - und sehr klein! Wir hatten es uns doch etwas größer vorgestellt. Es wirkt fast schon unheimlich, außer uns gibt es noch einen Hund, und einen jungen Mann der Schubkarren von unten nach oben fährt + ein Touristenpärchen. Der Rest des Dorfes ist wie ausgestorben.

Der geplante Kaffee muss leider entfallen (das einzige Cafe hat leider auch bereits geschlossen).

Innerhalb weniger Minuten ist man am "Gipfel" des Ortes, der alten Kirche angekommen. Zeit für ein kleines Sonnenbad auf der Bank, mit Blick auf das Tal.




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Weiter geht es durch die Tarn-Schlucht. Überall tauchen beeindruckende Steilwände und kleine Orte auf.


Kleine Orte am Straßenrand in der Tarnschlucht


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Die nächsten 50 km ziehen sich wie Kaugummi. Die Straßen der Schlucht sind aufgrund der Windungen nur mit mäßigem Tempo befahrbar.
Die genannte Stellplätze oder Campingplätze sagen uns entweder nicht zu, oder haben geschlossen.

Endlich erreichen wir La Malene, mit einem Campingplatz (am Orteingang) direkt am Tarnfluss. Er liegt etwas unterhalb der Straße, mit vielen Bäumen und ausreichend Platz.



Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen die sich über die Berge schieben.


Wir machen einen kleinen Spaziergang durch den Ort.
 


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Am nächsten Morgen.

Heute beißen wir noch einmal in den sauren Apfel - 250 km haben wir vor der Brust. Denn wir wollen wieder ans Meer (das lockt uns doch mehr als die Berge :) Unser Ziel: die Carmague.

Ein letzter Blick auf La Malene.


La Malene von oben

Wir verlassen die Schlucht und die Berge...

... der Weg führt über eine Hochebene. Hier ist wirklich nichts außer plattes Land.


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In der Camargue gibt es für uns nur ein Ziel: Beauduc, das Kiter-Paradies.
Ausführlich haben wir die Infos zur beschwerlichen Anfahrt gelesen, kilometerlang nur über eine wirklich grausame Schotterpiste. Wenn wir langsam fahren, geht das schon. Das wir aber defacto nur Schritttempo fahren können, hatten wir nicht gedacht. So können 10 km gut und gerne 30 Minuten dauern.

Sieht harmlos aus, ist es aber nicht. Selbst normale PKWs fahren hier nicht viel schneller als wir...


Am Strand: uns wurde nicht zu viel versprochen. Endloser Strand, mit unglaublich viel Platz. Ein paar Kiter sind auf dem Wasser, ein paar Wohnmobile stehen am Strand. Hier kommt man sich definitiv nicht in die Quere.
Einziges Manko: der Strand ist eher harter Boden als Sand. Somit ist das Liegen am Strand nicht wirklich schön.
 


Strand von Beauduc

  Wir haben Glück mit dem Wetter. Es gibt Wind und Sonne. Ohne Wind soll es hier wirklich ungemütlich werden, denn dann kommen die Mücken. Gott sei dank können wir hierzu keine Erfahrungen schildern.
 


Am nächsten Morgen entschließen wir uns die Rückfahrt anzutreten. Was bedeutet, wieder ca. 45 Minuten über die "Buckelpiste" zurück. So schön das Einsame und Abgelegene dieser Gegend ist, um so ungünstiger ist es wenn man doch mal was kaufen möchte. Denn das ist hier nicht so einfach möglich.

Auf dem Rückweg lassen wir noch die Landschaft der Carmargue auf uns wirken...



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Wir bleiben in Küstennähe. Viel haben wir über Cassis gelesen. Somit ist das unser nächstes Ziel. Es sind ca. 150 km (inklusive kleiner Fährfahrt) bis nach Cassis.



Die Strecke führt vorbei bzw. durch Marseille.


In Cassis nutzen wir den Campingplatz "les cigales", da auch hier ein freistehen nicht möglich ist (bzw. wir zu viel über Überfälle gelesen haben, als das wir uns in dieser Gegend frei stellen würden).
 

Der Platz liegt etwas oberhalb der Bucht im Ortsinneren. Er ist sehr gepflegt und bietet allen Komfort. Die millimeter-genauen Parzellen mit entsprechenden Hecken erinnern uns (zu) sehr an eine Kleingartenanlage. Dafür ist es nur ein Fußmarsch von ca. 15 Minuten ins Zentrum.

Unwetter zieht auf.

Cassis selbst ist ein wirklich schönes Städtchen, nicht so überlaufen und rummelig wie z.B. Saint Tropez.
 


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Am nächsten Tag geht es schon wieder weiter. Wir entschließen, noch ein wenig weiter Richtung Osten zu fahren. Hinter Saint Tropez liegt Port Grimaud, wo wir einen wirklich schönen Campingplatz entdecken.

Wir haben Glück, denn wir erwischen einen Platz in der "ersten Reihe", direkt am Wasser. Da der Platz insgesamt sehr locker angelegt ist, hat man ein wenig das Gefühl als würde man frei stehen. Es gibt keine Begrenzungen, Hecken, oder Zäune. Dafür viel Sand und nur 3 Schritte zur Bucht.


Weil uns der Platz so gut gefällt, entschließen wir, die restlichen Tage unseres Urlaubs hier zu bleiben, und kleinere Ausflüge mit dem Roller zu machen.


Blick auf den Campingplatz von der Bucht aus


Blick auf die gegenüberliegende Küste

Der Campingplatz bietet einen gut sortierten Supermarkt und ein Restaurant.


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Vom Platz aus kann man die komplette Bucht nach Port Grimaud laufen.

Port Grimaud, das Venedig Frankreichs, wurde von einem Segler für Segler entworfen – alle Häuser verfügen über einen eigenen Bootsliegeplatz direkt am Haus. Damit ist das Dorf im gesamten Mittelmeerraum die aufwendigste Anlage (Lagunenstadt) dieser Art.


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Am nächsten Tag. Ein Ausflug in das nahegelegene Sainte-Maxime.



Teilweise hat sich der Ort seine Ursprünglichkeit bewahrt, insgesamt geht es hier aber sehr touristisch zu.


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Natürlich machen wir auch wieder einen kleinen Ausflug nach Saint Tropez.

Hier kennen wir uns schon etwas aus, und schlendern ein bißchen durch die Straßen und Gassen. Voll ist es heute, die Cafes fast bis auf den letzten Platz belegt. Auf dem großen Platz  wird wieder Boule gespielt, überall ist was los. Immer wieder ein Schauspiel, der High-Society und Möchte-gern-High-Society beim Schaulaufen zu zu sehen.


Der große Marktplatz in St. Tropez


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Eine weitere Tour geht ins Landesinnere. GASSIN steht auf dem Tagesplan.
 


Von hier aus hat man einen faszinierenden Blick auf die komplette Bucht und die angrenzenden Berge. Gassin selbst ist ein sehr verschlafenes Nest, es gibt einen Souvenier-Shop und eine Terasse am Hang mit ein paar Cafes und Restaurants.
 


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Von Gassin ist es nicht weit nach Ramatuelle. Dieses alte Städtchen haben wir schon einmal besichtigt. Wir schauen demnach nur ob noch alles steht :-)




Der alte kleine Dorfplatz

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Am nächsten Tag geht es in die andere Richtung in die Berge, und zwar nach La Garde Freinet.

In unserem Führer wurde dieser alte provenzalische Ort hervorgehoben. Trotz seiner Ursprünglichkeit können wir ihm allerdings nicht viel abgewinnen. Vielleicht ist in der Hauptsaison hier mehr los, aber an diesem Tag wirkt der Ort eher langweilig und verlassen.

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Zu Grimaud gehört auch noch der Orteil Grimaud-Village, der im Landesinneren liegt, zu dem wir ebenfalls einen kleinen Ausflug machen.

Durch die kleinen Gassen geht es zur imposanten Burgruine der Burg Grimaud oberhalb des Ortes. Von hier bietet sich ein grandioser Blick auf die umliegenden Hügel des Maurenmassivs und den Golf von Saint-Tropez.

Der Ort ist schön restauriert und lädt mit seinen alten Gassen und Brunnen zum Verweilen ein.



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Die letzten Tage bleiben wir in Port Grimaud, bevor wir die Heimreise antreten.

 

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Unser Fazit:

Wir haben viel gesehen, mussten feststellen, dass auch die Küste von Languedoc wirklich schöne Fleckchen hat - man muss sie nur suchen! Wieder einmal begeistert hat uns die Cote d’Azur, die Krönung war der fantastische Platz in Port Grimaud. Insgesamt ein spannender, vielseitiger und abwechslungsreicher Urlaub!

 

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Mit dem Wohnmobil nach SÜDFRANKREICH

- Languedoc Roussillon -

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Warum eigentlich immer nur an die Cote? Wir starten Richtung Süden, in die Region mit dem fast unaussprechbaren Namen Languedoc-Roussillon. Man hört nicht viel über diese Region - wir lassen uns überraschen. Schnell verfluchen wir unseren Wohnmobilführer, denn der klingt so negativ, dass man die Lust verliert. Wir merken schnell: schöne Fleckchen gibt es auch hier!

 

GruissanCollioureBucht von RosesNantBeauducCassisPort Grimaud & Umland

TOUR:
Von Düsseldorf an die Küste von Languedoc, La Grande Motte, Gruissan, Leucate, Collioure - weiter nach Spanien an die Costa Brava, Roses, San Pere Pescador, Figueres - zurück nach Frankreich in die Berge zur Tarn-Schlucht, Nant, Cantobre, La Malene - an die Küste, Beauduc, Cassis, Port Grimaud, St. Tropez, St. Maxime, La garde Freinet, Ramatuelle, Grimaud

ZEITRAUM:
2 Wochen Ende September/Anfang Oktober 2008

Nachdem wir uns durch das Landesinnere gequält haben, ist Meer in Sicht. Direkt an der Hauptstraße bietet sich ein Zwischenstop (bei La Grande Motte) direkt am Meer. Fix sind die Handtücher gezückt und das (doch noch sehr kalte) Wasser getestet...

Weiter gehts die Küste entlang. Kleinere Abstecher (z.B. bei Agde) bleiben erfolglos. In La Tamarissiere wollen wir bleiben, jedoch ist der Campingplatz bedauerlicherweise schon geschlossen und einen anderen netten Platz (am Meer) finden wir nicht. Deshalb entschließen wir uns, die Fahrt fortzusetzen.

Unser finales Ziel für diesen Tag: Gruissan.

Hier finden wir in der Nähe von Gruissan Plage einen Stellplatz, direkt am endlosen Sandstrand.

 

Marseille

Gruissan

Collioure

Roses

Nant

Beauduc

Cassis

Port Grimaud

Dieppe, Nordfrankreich
Füße im Sand, Wissant, Nord-F
Kite in Workum
San Teodoro, Sardinien
Collioure, Südfrankreich
Unser Womo
Port Grimaud, Südfrankreich